Über

»Ein Einfall z.B. ›es könnte vielleicht‹. Aber wie kommt der Einfall? Mitunter zufällig äußerlich: ein Vergleichen, das Entdecken irgend einer Analogie findet statt. Nun tritt eine Erweiterung ein. Die Phantasie besteht im schnellen Ähnlichkeiten-schauen. Die Reflexion mißt nachher Begriff an Begriff und prüft. Die Ähnlichkeit soll ersetzt werden durch Causalität. Ist denn nun ›wissenschaftliches‹ Denken und ›philosophiesches‹ nur durch die Dosis verschieden? Oder vielleicht durch die Gebiete?«

Nietzsche, Basel, um 1872

Idee

ARTeducate basiert auf der Idee von Prof. Dr. Hubertus Kohle, Studenten und Kunstliebhabern vergleichendes Sehen in einer spielerischen Variante näher zu bringen.
»Jeder Künstler findet bestimmte ›optische‹ Möglichkeiten vor, an die er gebunden ist. Nicht alles ist zu allen Zeiten möglich. Das Sehen an sich hat seine Geschichte, und die Aufdeckung dieser ›optischen Schicht‹ muß als die elementarste Aufgabe der Kunstgeschichte betrachtet werden«

Heinrich Wölfflin, Kunstgeschichtliche Grundbegriffe, München 1915

Doppelte Diaprojektoren wurden erst durch Beamer ersetzt und nun im Zuge der mobilen Revolution setzt ARTeducate nicht zuletzt auf eine maximale Nutzbarkeit auf Smartphones und Tablets. Um mit den kleinen Bildschirmgrössen umzugehen mussten Bricolagen einer Serie von Bildern weichen.
 
Von Bricolagen und Projektoren zu Telefonen
 
 
Architektur

Realisierung

Unter der enthusiastischen Projektleitung von Prof. Dr. Kohle wurde ARTeducate von Linus Kohl entwickelt. Lehrmethoden und psychologische Aspekte wurden von Frau Sabine Scherz und Bernhard Wolf eingebracht. Große Unterstützer sind Konstantinos Rigas und Dr. Christian Riepl von der ITG, denen an dieser Stelle großer Dank gilt.

Technologie
Daten werden je nach Anforderungen in verschiedenen Datenbanken gespeichert. Verwaltungsdaten befinden sich in einem MySQL RDBS, persistente Daten, wie die der Bildarchive in PostgreSQL. Redundant, jedoch aufgrund höherer Performance noch einmal in einem dokumentenbasierten Index, hier Solr. Für Caching von Datenbankabfragen und Seiten wird memcached verwendet. Dynamische Inhalte werden mithilfe von PHP5 erzeugt und von einem OPcache nutzenden Apache ausgeliefert. Davor befindet sich nginx als reverse Proxy zur Lastverteilung. Das Empfehlungssystem basiert auf Apache Mahoot.